Revue de presse / Presserevue

 

 

 

 

Ausbau der Tram
Arbeiten an der Place de l'Étoile haben begonnen

Veröffentlicht am Montag, 8. Januar 2018 um 08:13

(rc) -  Am Montagmorgen haben im Rahmen des Tram-Projekts die Arbeiten an der Place de l'Étoile begonnen. Bis zum Anfang der Kollektivferien im Sommer sollen die Schienen liegen.

Die Stäreplaz wird zu einem von neun Pôles d'échange umgebaut: Die Tram soll dann vom Kirchberg her über den Glacis mit dem neuen Knotenpunkt für Busse aus dem Westen des Landes verbunden werden.

Die gute Nachricht für die Hauptstädter ist, dass es während der Baustelle zu keiner kompletten Sperrung der Strecken kommen wird. Das Straßenbauamt Ponts et Chaussées erklärt, dass es teilweise zu Schließungen kommt, jedoch soll das nur für punktuelle Verkehrsbehinderungen sorgen. Die betroffenen Straßen sind die Route d’Arlon (N6), die Rue de Rollingergrund (N12) und die Rue Val Sainte-Croix.

Richtung Stadtzentrum werden die Arbeiten an den Schienen der Tram währenddessen fortgesetzt. Ende 2019 soll die Straßenbahn von der Stäreplaz aus weiter über die Avenue Emile Reuter, den Boulevard Royal und den Pont Adolphe bis hin zur Place de Paris verkehren.

(www.wort.lu)

 

 

 

 

Die Rechnung ohne den Wirt gemacht

Warum die Tram in Luxemburg kläglich scheitern wird

 

VON DANIEL MILTGEN *


Seit langer Zeit hat der Otto-Normalluxemburger ein ambivalentes Verhältnis zum öffentlichen Personenverkehr (ÖPV) und mehr noch zum öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Der motorisierte Individualverkehr gilt eher als das geeignete Mittel zur erfolgreichen Befriedigung seiner Mobilitätsbedürfnisse. Erhärtet wurde dieser Trieb durch eine 40-jährige PPP-Dressur zum Auto unter anderem infolge einer fast pathologischen Herstellung autogerechter Siedlungsstrukturen und perfekter technischer Infrastrukturen quer durch das Land.


Ein historischer Rückblick: Aus durchaus nachvollziehbaren Gründen wurde der erste Hauptbahnhof nicht auf dem Gebiet der Festungsstadt Luxemburg gebaut. Militärische Überlegungen der preußischen Garnison führten dazu, dass diese Bahninfrastruktur auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Hollerich errichtet werden musste, d. h. außerhalb der Festungsanlagen.


Dort sollte der Hauptbahnhof dann auch nach der Schleifung der Festung im Jahre 1867 definitiv verbleiben. Die feinen Bürger der Hauptstadt wollten nämlich die Anreise der wenig willkommenen Landbevölkerung mitten in die Stadt mit dem Zug verhindern. Der Hauptbahnhof verblieb demnach auf dem Gebiet der Gemeinde Hollerich und wurde erst durch die Eingemeindung im Jahre 1920 Hauptbahnhof der Stadt Luxemburg.


Soviel zur Begeisterung der Stadtluxemburger gegenüber dem schienengebundenen Transportmittel „Eisenbahn“. Auch war die Freude der Bewohner der Stadt groß, als im Jahre 1964 die Straßenbahn in der Hauptstadt, nach 89 Jahren Dienst, abgeschafft wurde.

 

Des Luxemburgers liebstes Spielzeug wurde, ist und bleibt weiterhin das Automobil. In der Tat wurden hierzulande quasi sämtliche Rekorde diesbezüglich gebrochen. Vor drei Jahrzehnten etwa ging die Lehre und Forschung im Bereich der Verkehrswissenschaft noch von einem maximalen Motorisierungsgrad einer Bevölkerung von 400 Personenkraftwagen pro 1 000 Einwohner aus. Doch in Luxemburg war dieser Planungsparameter, um die Grenzgänger bereinigt versteht sich, bereits längst überschritten. Heute werden im Schnitt tagtäglich 25 zusätzliche Autos angemeldet.

 

Das tagtägliche Chaos ist offensichtlich, und die nichtwissenwollenden Politiker glauben immer noch daran, durch den Ausbau bestehender Infrastrukturen (cf. Düdelinger Autobahn), durch den Bau neuer Straßen (cf. Boulevard de Merl) und durch die Errichtung autogerechter Trabantenstädte wie Kirchberg, Belval und Ban de Gasperich, die Verkehrsentwicklung nachhaltig steuern zu können. Es liegt ihnen jedenfalls fern, Lehren aus den nachweislichen Fehlern der Vergangenheit zu ziehen, obwohl namhafte Wissenschaftler sie vor ihren eingeschlagenen Irrwegen warnen.

 

Aber auch bei der Entwicklung des ÖPNV tun sich hierzulande die politischen Entscheidungsträger schwer. Betriebsblind und beratungsresistent verfallen sie immer wieder dem Irrglauben, die Entwicklung in die richtige Richtung zu leiten, indem sie den Technokraten erlauben, finanziell richtig zu klotzen. Die Standseilbahn Pfaffenthal-Kirchberg ist ein wunderbares Beispiel zur Verdeutlichung der Geldverschwendung im großen Stil gepaart mit einer dauerhaften Stadtbildzerstörung und zweifelhaftem verkehrstechnischen Nutzen.

 

Weltweit dozieren namhafte Verkehrsexperten seit geraumer Zeit, dass der größte Feind des Benutzers des ÖPNV, das lästige Umsteigen ist. Die Anzahl derartiger Knotenpunkte ist also auf ein absolutes Minimum zu reduzieren, sollte der öffentliche Verkehr zukunftsfähig werden. Zugegeben, die Topografie der Stadt Luxemburg eignet sich nicht dazu, den Wechsel der Transportmittel optimal zu gestalten. Wenn aber derartige Knotenpunkte unvermeidlich sind, sollten sie zumindest kundenfreundlich gestaltet werden. Die misslungene Verknüpfung der Standseilbahn-Straßenbahn an der roten Brücke verdeutlicht jedenfalls, wie man es nicht tun sollte.

 

Angenommen, ein Bewohner der Ökosiedlung in Helmsange ist RTL-Mitarbeiter und arbeitet demnach in Kirchberg. Die Luftlinienentfernung zwischen beiden Standorten beträgt etwa 3,04 km. Diesem RTL-Mitarbeiter stehen nun prinzipiell zwei Alternativen zur Verfügung, um tagtäglich zur Arbeit zu gelangen:

 

Erstens mit dem eigenen Auto über den Stafelter zur Distanzüberbewältigung von insgesamt 9,15 km Weglänge. Oder zweitens mit dem ÖPNV. Zunächst muss er dann mit dem Auto zum Bahnhof Walferdingen fahren, um dann mit dem Zug, sollte er denn einen Abstellplatz auf dem P&R gefunden haben, zum „Siechenhof“ im Pfaffenthal zu reisen. Dann weiter mit der Standseilbahn hinauf zum Kirchberg, von dort mit der Straßenbahn zur vorläufigen „Endstation“ und als letzte Fahrt mit dem Autobus zu den RTL-Türmen. Für welches Verkehrsmittel wird sich dieser Verkehrsteilnehmer wohl entscheiden, insbesondere dann, wenn er über einen reservierten Parkplatz unmittelbar an seinem Arbeitsplatz verfügt?

 

Apropos Parkplatz am Arbeitsplatz: Die Tatsache, dass eine sehr große Anzahl von Arbeitnehmern in der Stadt Luxemburg über einen eigenen Parkplatz am Arbeitsort verfügt, wurde bei der Opportunitätsanalyse über die Straßenbahn fatalerweise übersehen. Diese äußerst wichtige Komponente ist nämlich ausschlaggebend dafür, ob der von der Politik gewünschte Wechsel vom Individualverkehr zum ÖPNV erfolgen wird oder nicht.

 

Wenn auch heute die Anzahl der zu errichtenden Parkplätze bei Bauvorhaben, insbesondere bei den Bürogebäuden, laut Bebauungsplan der Stadt Luxemburg stark begrenzt ist, so war dies in der Vergangenheit keineswegs der Fall. Im Gegenteil, die Stadt Luxemburg verlangte viel zu lange ein zu hohes Minimum an Parkplätzen bei der Errichtung neuer Gebäude. Konnte ein Bauherr das Soll aus technischen Gründen nicht erfüllen, musste er sogar eine Strafe zahlen.

 

Auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg befinden sich heute wesentlich mehr Parkplätze als jemals genehmigt wurden. Heute versuchen viele Bauherren die bestehende, restriktive Parkplatzregelung zu umgehen, indem sie beispielsweise großzügig geplante und genehmigte Archivräume späterhin als Parkplätze zweckentfremden.

 

Auch wilde, um nicht zu sagen illegale, Parkplätze sprießen zur Zeit wie Pilze aus dem Boden: Für die Mitarbeiter der Stadt Luxemburg in der rue Bender, für die Mitarbeiter des staatlichen Wohnungsbaufonds in der rue de la Déportation, für die Mitarbeiter der Asta, der Enregistrementverwaltung und der BIL in der route d’Esch u.v.a.m.

 

Vielerorts wurden und werden ehemals wunderprächtige grüne Vorgärten in den alten Villenvierteln Belair, Merl, Limpertsberg und im Bahnhofsviertel versiegelt und in wertvolle Autoabstellflächen transformiert. Auch größere Gärten im Stadtgebiet werden immer mehr als illegale Parkplätze genutzt.

 

Die Mehrheit der Staats- und Stadtbeamten verfügen über einen innerstädtischen Parkplatz. Jeder Lehrer und jeder Studienbeauftragte verfügt über seinen Autoabstellplatz unmittelbar auf dem Gebiet seiner Lehranstalt. 100 Prozent aller Staatsbedienstete des Nachhaltigkeitsministeriums und des Wohnungsbauministeriums im Hochhaus, die einen Parkplatz am Arbeitsort haben wollten, haben einen solchen in der Parkgarage unter der Philharmonie erhalten.

 

Der Innenhof des Innenministeriums in der Beaumontgasse ist nicht etwa begrünt um die Luftqualität der inneren City zu verbessern, sondern ist quasi zur Gänze asphaltiert und dient einigen auserwählten Beamten als kostbarster Parkplatz, obwohl hier auch die Dienststelle für Gemeindeplanung und Urbanismus angesiedelt ist, eine Amtsstelle mit Mitarbeitern, die nicht müde werden privaten Bauherren vorzuschreiben, was unter städtischer Lebensqualität zu verstehen ist.

 

Auch auf dem Kirchberg werden viele Eurokraten mit einem unterirdischen Autoabstellplatz direkt unter ihrem Büro versorgt. Die Aus- und Einfahrt aus der Tiefgarage des Verwaltungsgebäudes der Europäische Investitionsbank wird sogar durch eine Ampelanlage geregelt. Der öffentliche Verkehr wird hier gestoppt, damit die europäischen Beamten störungsfrei, zu ihrem Parkplatz gelangen können.

 

Auch das morgendliche Verkehrschaos vor vielen Schulen und Kindergärten zeigt auf, was das „Virus Auto“ im Kopf der Menschen bereits angerichtet hat.

 

Die Mehrzahl all dieser Autofahrer wird nicht auf das geliebte, bequeme private Auto verzichten und leider nicht Kunde des ÖPNV und somit der neuen Tram werden.

 

* Der Autor ist Ingenieur für Raumplanung und Raumordnung der TU Wien.

Luxemburger Wort vom Samstag, 23. Dezember 2017, Seite 15

 

 

Kommentar : Einerseits muss ich dem Autor Recht geben. Die Fahrzeuge von Luxtram sind nicht unbedingt ein gelungener Wurf.

 

Andererseits, wenn man Herrn Miltgens Lebenslauf kennt, liest seine Dissertation sich wie eine Abrechnung mit der Politik. Die Tram liefert womöglich nur das Alibi.

 

Er selber - Herr Miltgen - scheint sich der Tatsache bewusst zu sein, dass es mit dem Auto-über-alles nicht so weitergehen kann wie bisher. Ich vermisse allerdings seine Lösungsvorschläge. Die bleibt er uns schuldig.

 

Claude Oswald

 

 

 

 

Freitag, den 15. Dezember 2017

 

Die Lokalzeitung "Eschter Tageblatt" weiß zu berichten, dass bei der Tram von Luxtram nicht alles rund läuft :

 

Zweite Tram-Panne am Freitagmorgen

 

Wie Luxtram dem Tageblatt gegenüber bestätigte, trat am Freitag kurz nach 9 Uhr ein Problem zwischen der Straßenbahn und der elektrischen Oberleitung auf. Als die letzten Passagiere bei der Haltestelle “Pfaffenthal” ausgestiegen waren und die Tram umkehren wollte, um wieder in Richtung Luxexpo zu fahren, blieb das Fahrzeug stecken. Verantwortlich dafür war eine Störung mit dem sogenannten “Pantografen”, dem Arm, der die Tram mit der Leitung verbindet.
Wie Luxtram erklärte, konnte die Tram ungefähr eine Stunde lang nicht fahren, weil das technische Team mit den Reparaturen beschäftigt war. Danach konnte der Verkehr wieder aufgenommen werden.

 

Die Tram hatte am Montagabend, einen Tag nach ihrer offiziellen Eröffnung, ihre erste Panne, als sie entgleiste.

 

 

 

 

 

Donnerstag, den 14. Dezember 2017

 

Erweiterung der Tram

Am vergangenen Sonntag fiel der Startschuss für die Tram. In Betrieb genommen wurde die Teilstrecke zwischen "Luxexpo" und "Roud Bréck". Am heutigen Donnerstag stimmt das Parlament über die Erweiterung der Tramstrecke zwischen dem Hauptbahnhof und der Cloche d'Or und zwischen dem Circuit de la Foire internationale und dem Flughafen Findel ab.



Grafik: Michèle Winandy.

Die erste Erweiterung schlägt mit 114,9 Millionen Euro zu Buche, die zweite mit 99,1 Millionen Euro. Beide Strecken sind für Ende 2021 geplant.

Zwischen dem Circuit de la Foire und dem Flughafen (vier Kilometer) hält die Straßenbahn beim P&R Héienhaff, wo die Passagiere auf RGTR-Busse umsteigen können.

Zwischen dem Hauptbahnhof und der Cloche d'Or hält die Tram beim Lycée technique de Bonnevoie (LTB) und auf Howald.

www.wort.lu,

 

 

 

 

Traut euch!


Veröffentlicht am Mittwoch, 13. Dezember 2017 um 20:00

von Rita Ruppert

Nach über 50 Jahren Abwesenheit aus dem Straßenbild müssen sich die Einwohner wieder mit der Tram vertraut machen. Im Idealfall nicht nur mit der Straßenbahn als weiterem „Verkehrsteilnehmer“, sondern als Passagier in den modern gestalteten Fahrzeugen. Ja, die Einwohner sollten auf den öffentlichen Transport umsteigen, wenn sie nicht im Individualverkehr ersticken wollen.

Es gibt Tage, da geht in Luxemburg verkehrstechnisch gar nichts mehr. Autobahnen, Landstraßen und sogar Schleichwege sind dann mit Blechkarossen vollgestopft. Passiert dann auch noch ein Unfall auf der Hauptstadtumgehung – am besten im morgendlichen oder abendlichen Berufsverkehr –, ist das Chaos komplett.

Dass dies Folgen für die Wirtschaft hat, ist längst bekannt. Auch die Innenstadt stöhnt seit Jahren unter den Automassen. Die couragierten Fußgänger und Radfahrer, die sich dorthin wagen, setzen sich dem Lärm und den Abgasen aus. Ganz zu schweigen von den Unfallgefahren. Allein im vergangenen Jahr starben acht Fußgänger und ein Radfahrer auf Luxemburgs Straßen.

Dabei könnte die allmorgendliche Fahrt ins Büro oder der Shopping-Ausflug in die Stadt so erholsam sein: Stressfrei und preiswert mit Bus, Bahn und Tram. Städte wie Freiburg, Kopenhagen und Amsterdam haben es vorgemacht, auch in Luxemburg könnte das Konzept aufgehen. Die Luxemburger müssten dazu allerdings auf das Auto, ihr liebstes Kind, verzichten.

Um ein Umdenken herbei zu führen, muss die Tramstrecke in den kommenden Jahren jedoch noch weiter ausgebaut werden – nämlich in Richtung deutsche und belgische Grenze, damit die Pendler schon dort in die Straßenbahn einsteigen. Dies bedingt auch, dass ebenda Auffangparkplätze entstehen. Am besten mit Kiosken, wo der Fahrgast Zeitung, Croissant und Kaffee erstehen kann, auch solche Annehmlichkeiten ziehen Kunden an.

Last but not least sollten die Fahrpläne im öffentlichen Verkehr besser aufeinander abgestimmt werden. Wer einmal 30 Minuten auf seinen Anschluss hat warten müssen, wird kein zweites Mal dem öffentlichen Verkehr den Vortritt gegenüber dem Automobil geben.

 

www.wort.lu

 

Kommentar :  Leider weisen die Fahrzeuge, aber auch die Haltestellen einige Mängel auf. Niemand unter den Journalisten und Politikern scheint darauf eingehen zu wollen. Und dennoch spielt es eine Rolle, wenn die Beinfreiheit in der Trambahn durch große Radkästen eingeschränkt ist, oder wenn durch eine geschwungene Dachform an der Endhaltestelle etliche Reisende im Regen stehen. Solche Details können darüber entscheiden, ob das Trambahnfahren als angenehm oder unangenehm empfunden wird.


Claude Oswald

 

 

 

 

11 Décembre 2017

 

 

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"Funiculaire" und zwei Haltestellen

Neuzugänge bei der CFL

Standseilbahn wurde binnen zweieinhalb Jahren errichtet

 

 

(DL) - Nicht nur für Luxtram ist am Sonntag ein ganz besonderer Tag, sondern auch für die nationale Eisenbahngesellschaft CFL. Mit Pfaffenthal und Howald werden zum Inkrafttreten des neuen Winterfahrplans gleich zwei zusätzliche Zughaltestellen in Betrieb genommen – und mit der Standseilbahn auch ein für Luxemburg ganz neues Verkehrsmittel.


Bei besagten drei Elementen handelt es sich jedoch nur um den Anfang einer ganzen Reihe von Projekten, die derzeit und in den kommenden Jahren realisiert werden, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden.

 

Wie CFL-Generaldirektor Marc Wengler im Gespräch mit dem „Luxemburger Wort“ erklärt, sei die Zahl der Zugpassagiere in den vergangenen zehn Jahren nämlich um mehr als 60 Prozent gestiegen – „nach langer Stagnation“. Die Takte seien daraufhin nach und nach erweitert worden, weitere Haltestellen kamen hinzu – in den vergangenen 15 Jahren insgesamt fünf. An der Struktur des Netzes habe sich währenddessen jedoch kaum etwas verändert. Aus diesem Grund seien die beiden neuen Haltestellen in Pfaffenthal und Howald denn auch eine Herausforderung für die Eisenbahngesellschaft.

 

Neuer Beruf „Machiniste funiculaire“

 

Trotzdem spricht der CFL-Generaldirektor im Hinblick auf diese beiden Stationen von einem „Quantensprung“. Nicht nur wird die Eisenbahn damit an das Kirchberg-Plateau angebunden, sondern auch an andere Transportmittel. Für die Passagiere der Nordstrecke sei dies „ein enormer Vorteil“, so Wengler, könnten sie doch mit einer Zeitersparnis von rund 20 Minuten rechnen. Insgesamt wird es am Ende der Ausbauarbeiten drei Punkte geben, wo Tram- und Eisenbahnnetz aufeinandertreffen – bei der Roten Brücke, beim Hauptbahnhof und in Howald.

 

Eine Standseilbahn hat es bei der CFL – und überhaupt in Luxemburg – noch nie gegeben. So mussten im Hinblick auf dieses neue Transportmittel denn auch neue Berufsfelder geschaffen werden. Darunter jenes des „Machiniste funiculaire“. „Ein Team von etwa zwölf Mitarbeitern wird sich um die Standseilbahn kümmern, darunter in erster Linie die Maschinenbediener, aber auch zwei Betriebsleiter“, erklärt Marc Wengler. Besagte Mitarbeiter würden denn auch bereits seit über einem Jahr im Umgang mit dem „Funiculaire“ geschult, dies auch in Österreich und der Schweiz.

 

Die Arbeiten in Pfaffenthal schritten unterdessen zügig voran. Erst im Mai 2015 war mit dem Bau begonnen worden, erklärt Marc Wengler. Dabei musste das ganze Projekt bei laufendem Betrieb realisiert werden; während der Arbeiten wurde lediglich ein Gleis geschlossen. In den vergangenen Monaten wurde die Standseilbahn nun diversen Belastungstests unterzogen. „Eine der letzten Phasen bestand darin, alle möglichen Fehlerquellen einmal durchzugehen“, so Wengler. Nun sei man betriebsbereit.

 

Nach der Baustelle ist für die CFL jedoch gleichzeitig vor der Baustelle – beziehungsweise mittendrin. In Howald wird morgen erst einer von zwei Quais eröffnet, der zweite wird voraussichtlich 2024 fertiggestellt. Parallel dazu wird aber auch der Hauptbahnhof um zwei Quais erweitert. Ebenfalls noch in Arbeit ist der Ausbau des Viadukts Pulvermühle auf zweimal zwei Gleise, dessen Inbetriebnahme für 2019 geplant ist.

 

(www.wort.lu)

 

 

 

Alte Bekannte

 

Vous trouvez un article sur l'ancien tram, paru dans le Luxemburger Wort du 8 décembre 2017, en cliquant ici.

 

 

 

„Ich musste einige Überzeugungsarbeit leisten“

CSV-Fraktionschef Claude Wiseler sieht die Tram und die Standseilbahn nur als Puzzleteile eines gesamten Mobilitätskonzeptes

VON NADINE SCHARTZ

Ich freue mich darüber, dass die Tram nun fährt. Damit ist der erste Schritt getan“, sagt der CSV-Fraktionschef und vorige Transportminister Claude Wiseler. Dennoch sieht er der Inbetriebnahme der Straßenbahn und der Standseilbahn mit gemischten Gefühlen entgegen: „Heute werden diese Projekte als Normalität dargestellt, aber sie haben mich in meiner Zeit als Minister viel Zeit und Energie gekostet. Es musste einige Überzeugungsarbeit geleistet werden, um alle Partner ins Boot zu bekommen.“

Und: „Wenn heute davon gesprochen wird, dass ,Déi Gréng‘ nicht nur jahrelang geplant, sondern die Tram nach Luxemburg gebracht hätten, stört mich das schon.“ Immerhin sei das Projekt unter seiner Amtszeit komplett ausgearbeitet worden und er selbst habe den Gesetzestext 2013 deponiert. Dass die Arbeiten in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden konnten, sei nur dank dieser Vorarbeit möglich gewesen.

Tram ersetzt Milliardenprojekt

Ein Rückblick: Sollte Ende der 1990er-Jahre das Projekt BTB („Bus-Tram-Bunn“) das Verkehrsproblem lösen, wird dieses Vorhaben um das Jahr 2000 aus technischen Gründen verworfen. Neue Pläne werden ausgearbeitet. Die nächste Variante sieht unter anderem eine neue Schienenverbindung vom Hauptbahnhof über Findel nach Kirchberg bis Dommeldingen vor. 2006 sprechen der Ministerrat und die Stadt Luxemburg sich aber für die Verwirklichung eines „Tram léger“ aus. Claude Wiseler erinnert sich: „Als ich im Jahre 2009 Transportminister wurde, lag das Vorprojekt für die ,leichte Tram‘ vor, dies allerdings mit diversen Überbleibseln aus der BTB-Zeit, darunter die neue Zugverbindung.“ Ein Projekt, das satte 1,2 Milliarden Euro veranschlagen sollte.

Doch zu dieser Zeit herrscht die Wirtschaftskrise. Hinzu kommt, dass die Umsetzung des vorliegenden Projektes diverse Komplikationen, wie etwa der Bau eines Zugbahnhofes nahe der Luxexpo, mit sich gebracht hätte. „Sowohl zeitlich, verwaltungstechnisch als auch finanziell war es unmöglich, dies in den Griff zu bekommen,“ erklärt Wiseler. Die Pläne werden daraufhin überarbeitet, wobei die Tramtrasse vom Hauptbahnhof bis zum Flughafen verlängert wird.

Aber: „Die Schwachstelle ist der Hauptbahnhof, der trotz seines geplanten Ausbaus an seine Grenzen stößt.“ Demnach sei nach einem Knotenpunkt gesucht worden, um den Bahnhof zu entlasten. Die einzige Möglichkeit bietet sich an jener Stelle an, wo sich heute die Standseilbahn befindet. Ein Projekt, das ebenfalls unter Claude Wiseler in die Wege geleitet wurde. „Als ich Anfang 2011 vorgeschlagen habe, eine überdeckte Rolltreppe zu bauen, um die 42 Meter zwischen Pfaffenthal und der Brücke zu überwinden, gab es schon erstaunte Gesichter. Die Idee an sich, leuchtete ihnen aber ein“, erzählt er. Da diese Verbindung sich aber nicht für Kinderwagen, Rollstühle oder Fahrräder eignete, wurde nach und nach das Projekt „Funiculaire“ geboren.

Eine Etappe statt zwei Phasen

„Danach war ich bei den einzelnen Parteien sowie der Stadt Luxemburg, um alle von dem Projekt zu überzeugen“, so Wiseler. Vor allem die hauptstädtische DP habe sich schwer getan, aber schließlich doch zugestimmt.

In puncto Bau der Tramtrasse kritisiert er, dass man von den ursprünglichen Plänen abgesehen habe und die erste Phase nun in zwei Etappen durchgeführt werde. Anfangs sei nämlich vorgesehen gewesen, die Strecke in einer Etappe vom Hauptbahnhof in Richtung Luxexpo zu verlegen. „Dadurch wäre die Tram zwar erst ein Jahr später gefahren, aber man könnte die Menschen direkt dort abholen, wo sie ankommen – und das ist eben nun mal am Hauptbahnhof“, heißt es.

Hinzu komme, dass der nun fertige Abschnitt mit Abstand die einfachste Trasse sei. Deutlich schwieriger würden sich die Arbeiten in der Avenue de la Liberté gestalten, wo der gesamte Untergrund erneuert werden müsse. Auch den Bustransport hätte man so in einem Zuge organisieren können.

Aber: Mit der Tram allein sei das Verkehrsproblem in und um die Hauptstadt noch nicht gelöst. Wiseler unterstreicht: „Ich sehe die Tram und die Standseilbahn nur als Puzzleteile eines umfassenden Mobilitätskonzeptes, das bis über die Landesgrenzen hinaus funktionieren soll.“ Demnach bedauert er auch, dass man sich nur auf die Tram konzentriert habe, statt parallel dazu die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um die Autos aus dem Stadtzentrum heraus zu bekommen. So seien etwa die notwendige Verwirklichung des Boulevard de Cessange und des Boulevard de Merl bis dato noch nicht in Angriff genommen worden. „In der kommenden Legislaturperiode bleibt also noch viel zu tun“, sagt Claude Wiseler.

Luxemburger Wort vom Donnerstag, 7. Dezember 2017, Seite 21

Kommentar : Vielleicht sollte man die Parkfläche für Privatautos im Stadtzentrum nicht unnötig erweitern, um die Leute nicht zu ermuntern, mit dem Auto ins Stadtzentrum zu fahren. Ich bin mir nicht sicher, ob die CSV sich in dieser Frage immer konsequent ist.

Claude Oswald

 

 


Invité vun der Redaktioun (7. Dezember)
Théid Faber: Politik hat kee Gestaltungswëlle beim Tram

Invité en Donneschdeg de Moien um 10 op 8 war den Théid Faber, fréiere President vum Mouvement écologique.

Bäi allen inhaltlechen Ausernanersetzungen, ass et haut onverständlech, datt d'Politik an der Zäit net dee Gestaltungswëllen hat, dee se hätt missen hunn, dat sot de laangjärege President vum Mouvement écologique Théid Faber en Donneschdeg de Moien, am Kontext vum Lancement vum Tram. Deen Tram huet fir de Mouvement écologique eng grouss symbolesch Bedeitung. Eng Visioun géif Realitéit. Eng Visioun vun engem anere Stadbild.

Et war net d'Politik mä de Mouvement, deen 1991 d'Iddi vun engem modernen Tram an der Stad lancéiert huet a carrément auslännesch Konstruktiounsfirmae vu sech aus ugeschriwwen huet, fir en Tram fir d'Stad ze plangen. Duerch vill Etuden, laang Diskussiounen an ëmmer nees nei Pläng vu Luxtraffic iwwer BTB a mobilitéit.lu sollt et um  Enn 25 Joer daueren, bis datt de Projet Tram säi Wee gaang ass.

Vun 92 bis haut, dat wier e ganz laangen Dag, sou den Théid Faber. Déi ganz Entwécklung hätt eppes vun der Iechternacher Sprangprëssessioun gehat, mat vill Ausernanersetzungen, Polemik an deels och Ënnerstellungen. Donieft hätt et duerchaus och inhaltlech Diskussioune ginn, wat da lo déi bescht Variant fir Lëtzebuerg wier. Ob Train-Tram, e liichten Tram, oder oder. D'Eisebunnsverbindung vun der Gare op de Findel, déi ënnert anerem aus Käschtegrënn fale gelooss gouf. Mat der Zäit wier d'Diskussioun awer ëmmer méi calme gefouert ginn.

Politiker hätten och am Laf vun der Zäit hir Meenung geännert, sou den Théid Faber en Donneschdeg de Moien.

Lo fiert den Tram also an 3 Deeg. Den Tram ass och fir de Mouvement awer och nëmmen een Deel vun enger ganzer Mobilitéitsketten. An e stellt d'Politik virun en neien Defi. Fir datt d'Leit dat neit Verkéiersmëttel an Usproch huelen, misst garantéiert sinn, datt d'Offer klappt, datt d'Ëmklamme klappt. D'Qualitéit vum ëffentlechen Transport misst sech verbesseren an d'CFL hir deels systematesch Retarden ofbauen. Den Tram wier eng riseg Chance, déi ee misst ergräifen, mä anengems awer och e groussen Defi.

 

www.rtl.lu, 07.12.2017

 

 

 

www.tageblatt.lu

 

Déi Lénk kritisieren Gehälter der Tramfahrer

 

Déi Lénk Stadt haben in einer Mitteilung auf Facebook die Tram kritisiert. Eigentlich steht die Partei hinter dem Projekt, doch mit der Bezahlung der Fahrer will sie sich nicht zufrieden geben: Die Gehälter der Tramfahrer seien zu niedrig. Sie seien “nah am Mindestlohn”, so der Abgeordnete und Gemeinderat David Wagner auf Nachfrage des Tageblatt. Genaue Zahlen konnte er aber nicht nennen.

 

Weiterhin seien für die Tramfahrer, die meisten würden aus dem nahen Ausland kommen, Schichten von bis zu 13 Stunden vorgesehen, so die Partei in ihrer Mitteilung: “Mit mindestens ein bis zwei Stunden Hin- und Rückreise, kann man davon ausgehen, dass den Menschen nur 9 Stunden Privatleben bleiben – schlafen inbegriffen”.

 

“Ein Tramfahrer sollte soviel verdienen wie ein Zugfahrer oder ein Busfahrer”, findet Wagner. “Gerade in Hinblick auf die Diskussionen um den Mindestlohn”. Tatsächlich hatte Arbeitsminister Nicolas Schmit vor etwa einer Woche die Debatte um den Mindestlohn wieder angefacht, indem er bei einem Interview auf RTL eine Erhöhung forderte. Der Koalitionspartner DP reagierte mit Ablehnung auf den Vorschlag des Arbeitsministers.

 

Erster Unfall am Freitag

 

Die Tramfahrer werden von der Gesellschaft Luxtram eingestellt, die zu zwei Drittel dem Staat und zu einem Drittel der Stadt Luxemburg gehört. Laut Wagner sei es ein Fehler gewesen, den Tram, der ja eigentlich ein öffentlicher Dienst ist, nicht als solchen funktionieren zu lassen. Die anderen Parteien seien in ihrer “liberalen Denkweise” gefangen und hätten deswegen wohl diese Entscheidung getroffen.

 

Die Tram, die am kommenden Sonntag ganz offiziell eröffnet und dann erste Passagiere transportieren wird, hatte an diesem Wochenende ihren ersten Unfall. Am Freitagabend kurz vor 10 Uhr nahm ein Auto der Tram die Vorfahrt. Beim Zusammenprall wurde der Autofahrer verletzt. Transportminister François Bausch (déi gréng) hatte dem Tageblatt gegenüber kürzlich erklärt, dass es nicht ausgeschlossen ist, dass es mit der Tram als weiteren Verkehrsteilnehmer zu Unfällen kommen könnte.

 

“Die Arbeit als Tramfahrer ist nicht einfach”, so David Wagner. Man müsse immer konzentriert sein und habe mit Menschen zu tun. Auch deswegen sei es wichtig, dass die Bezahlung stimme. Bei gutem Arbeitsklima würde man auch besser arbeiten, meint der Abgeordnete.

 

www.tageblatt.lu, 3. Dezember 2017

 

 

Kommentar : Nicht nur die Fahrzeuge von Luxtram lassen zu wünschen übrig. Auch die Arbeitsbedingungen und die Entlohnung der Tramfahrer sind nicht zufriedenstellend, obschon der Staat und die Stadt Eigentümer der Gesellschaft sind.

 

 Hat die Politik in einem wichtigen Bereich versagt ? Was sagen unsere Regierungssozialisten, die so gerne nach den Sternen greifen ? Haben sie die Sorgen und Nöte der kleinen Menschen vergessen ?

 

 

 

 

Nach fiert den Tram net offiziell, a scho geet et lass ... :

 

Chauffer fiert duerch Rout a kollidéiert mam Tram


E Freideg den Owend géint 21.45 Auer koum et an der Avenue Kennedy um Kierchbierg zu engem Accident, an deen och den Tram verwéckelt war.


 

(Foto : Laurent Klein)

 

An zwar sinn eng Bunn an een Auto net laanschtenee komm. Bei deem Knuppert gouf eng Persoun blesséiert, esou den 112 a sengem Bulletin um fréie Samschdeg de Moien.

Den Accident ass op der Kräizung vun der Avenue Kennedy mam Boulevard Konrad Adenauer geschitt.

Nieft der Police waren eng Ambulanz an den Interventiounszenter aus der Stad op der Plaz.

An d'Police präziséiert an hirem Bulletin, datt et zum Accident komm ass, well de Chauffer, dee vum Boulevard op d'Avenue fuere wollt, d'rout Luucht net respektéiert hat an dunn an de viischte Waggon vum Tram gerannt ass.

De Chauffer vum Auto gouf liicht blesséiert, säi Gefier awer méi uerg beschiedegt. De Schued um Tram hält sech a Grenzen, esou nach d'Police.

 

(www.rtl.lu, 2. Dezember 2017)

 

 

 

www.chd.lu

30 novembre 2017
Deux votes sur le tram prévus avant Noël

Image

Le tram devrait s'arrêter à la future gare à Howald.


Une dizaine de jours avant l’inauguration du premier tracé du tram, le Ministre du Développement durable et des Infrastructures François Bausch a présenté à la commission parlementaire compétente les deux prolongements du réseau du tram entre la Gare Centrale vers la Cloche d’Or (7209) et entre le circuit de la Foire internationale et l’aéroport du Findel (7210).

A partir du 10 décembre, les premiers passagers pourront profiter du premier tronçon qui, dans un premier temps, desservira le trajet entre le Pont Rouge et la Luxexpo. La deuxième partie de ce premier tronçon allant jusqu’à la place de l’Etoile sera ouverte par étapes avant l’été 2018, a rappelé le Ministre Bausch aux députés.

Tronçon Gare- Cloche d’Or

7 nouvelles stations devraient être construites sur une ligne supplémentaire de 4,9 km entre la Gare Centrale de la ville de Luxembourg et la Cloche d’Or. Ces stations comprennent trois pôles d’échanges : le lycée Bonnevoie, la future gare à Howald et la Cloche d’Or (à côté du futur stade national) et devraient soulager le trafic menant vers le sud du pays, a souligné le Ministre Bausch. La construction de ce deuxième tronçon dépend des avancements des travaux de la construction de la nouvelle route nationale N3, a également ajouté le Ministre Bausch.

Tronçon circuit de la Foire- Findel

En ce qui concerne le deuxième tronçon, le trajet de 3,9 km desservira le futur pôle d’échange du Heienhaff  (où on prévoit également la construction d’un P&R avec 4000 places de stationnement) ainsi que l’aérogare du Findel.


La fin des travaux des deux prolongements est prévue en 2021

Le coût total pour la construction de ces deux prolongements est estimé à 214 millions d’euros, a annoncé le Ministre aux députés. Une fin des travaux est prévue pour 2021.

Dans les prochains mois, plusieurs projets de loi concernant des projets de financement ou de construction de P&R seront déposées à la Chambre, a également annoncé le Ministre Bausch. Au-delà, de ces deux prolongements, le Ministère est en train de mener des études pour éventuellement relier Leudelange, Mamer, le quartier résidentiel du Kirchberg ainsi que Hollerich au tramway. La Présidente de la Commission Josée Lorsché (déi gréng) a été nommée rapportrice des deux projets de loi qui devraient être soumis aux votes en séance plénière mi-décembre.


 

Zanter en Donneschdeg
Den Tram fiert elo ënner normale Konditiounen

Nodeems den Tram déi lescht Méint haaptsächlech an der Nuecht e puer Testfaarte gemaach huet, geet et zanter en Donneschdeg an déi 2. Testphas.



Nach huet ee sech nach net ganz mam Gedanken Tram am alldeeglechen Trafic ugefrënnt. Wuel och, well e bis ewell nach net regelméisseg gerullt ass. Ganz anescht dann d'Bild zanter en Donneschdeg beim Rondpoint Serra, op eemol steet en dann do bei de Luuchten. Sou muncheree wäert sech do d'Fro gestallt hunn, wéi ee sech am Trafic verhält.

Och hei gëllt et d'Luuchten ze respektéieren, net op de Schinnen ze lafen oder mam Auto drop stoen ze bleiwe bei engem Stau.

Richteg beäntwert kritt een dës Fro awer ganz sécher an den nächsten Deeg, den Tram rullt nämlech elo ënner reelle Konditiounen, dat heescht mat Stoppen op de verschiddenen Arrêten iwwert de Kierchbierg. Dat ganzt natierlech ouni Passagéier. Den 10. Dezember ginn d'Waggonen eng éischte Kéier och vu Leit besat.

www.rtl.lu    3. November 2017

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Kommentar :

Déi geschwonge Form vun der Daachkonstruktioun léisst de Verdacht opkommen, dass nees e Kënschtler um Wierk war deem et méi op den Design ukoum, wéi op d'Leit déi gären ënnerdaach stinn, wann et reent. Sou wéi deen Daach ausgesäit, ginn nämlech vill Leit naass.

Mat aner Wierder, dat Ganzt ass nees eng Fehlkonstruktioun, grad wéi den Tram selwer mat sénge grousse Radkëschten an den "Y"-Staangen.

Claude

 

 

 

Nächste Tram-Phase wird konkret

8,8 zusätzliche Kilometer für 214 Millionen Euro

Infrastrukturminister François Bausch stellt Finanzierungsgesetz vor

 

 

 

(DL) - In weniger als zwei Monaten legt die Tram ihre erste Fahrt zurück - zunächst zwischen Luxexpo und Roter Brücke. In einem nächsten Schritt geht es weiter via die "Stäreplaz", das Stadtzentrum bis zum Hauptbahnhof. Nun werden auch die Verlängerungen der Trasse, zwischen "Gare centrale" und "Cloche d'Or" einerseits sowie zwischen Luxexpo und Findel andererseits, konkret.

 

Am Freitag hat Infrastrukturminister François Bausch dem Ministerrat diese beiden zusätzlichen Streckenabschnitte vorgestellt - genau wie den Gesetzentwurf zur Finanzierung. In den nächsten zwei Wochen wird es dem Parlament zur Abstimmung vorgelegt.

 

Demzufolge soll die 4,9 Kilometer lange Strecke vom Hauptbahnhof via den neuen Peripheriebahnhof Howald bis zum neuen Fußballstadion in Kockelscheuer/Cloche d'Or rund 114,9 Millionen Euro kosten -   inklusive der Haltestellen, der benötigten Fahrzeuge und etwaiger Kompensationsmaßnahmen. Insgesamt werden auf diesem Teilstück sieben Haltestellen bedient, darunter drei sogenannte "Pôles d'échange" (Lycée Bonnevoie, Howald, Cloche d'Or). Sieben Fahrzeuge werden auf dieser Strecke eingesetzt.

Von der Luxexpo aus wird es nach dem Ausbau der Strecke über 3,9 Kilometer bis zum Flughafen Findel gehen. Hier werden zwei Haltestellen bedient, "Héienhaff" ("Pôle d'échange" mit P&R) und "Findel".  Kostenpunkt hierfür: 99,1 Millionen Euro. Zwischen den Ausstellungshallen in Kirchberg und dem Flughafen werden fünf Tramfahrzeuge verkehren.

Die Kosten für beide Verlängerungen werden gänzlich vom Staat übernommen - anders als beim Streckenabschnitt Luxexpo-Hauptbahnhof, wo die Stadt Luxemburg für ein Drittel der Kosten aufkommt.

 

Insgesamt wird die Tramstrecke zwischen Findel und Cloche d'Or 16,4 Kilometer lang.

In einer späteren Phase soll die Straßenbahn weiter ausgebaut werden - Richtung Hollerich/Cessingen, von der Cloche d'Or aus bis nach Leudelingen, von der "Stäreplaz" aus bis nach Mamer und in Kirchberg über den Boulevard Konrad Adenauer. Wie François Bausch erklärte, werden diese Verlängerungsvorhaben jedenfalls in den "Plans sectoriels" festgehalten.

 

www.wort.lu

 

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Kommentar : D'Iddi vum Tram ass gutt. Awer den Tram vu Luxtram ass schlecht. An dowéinst ass déi ganz Saach kontraproduktiv

 

Mais bon, iergendwéi kritt de grénge Minister säin Tram gefëllt, och wann d'Leit hien heemlech verfluchen, well se keng Plaz fir hir Been hunn, oder well se mam Kapp an déi komesch "Y"-Staange stoussen. An ech si mer bal sëcher, dass déi iwwerflësseg Spillerei mat deene blobeliichte Sëtzrécker bei der éischter Revisioun verschwënnt.

 

Claude Oswald

 

 

 

 

Luxemburger Wort, 12. Oktober 2017

 

Kommentar : Hoffentlech ass dat net erëm esou en Designer-Modell, wou d'Leit spéiderhin am Reen stinn.

Bei Luxtram ass een an der Tëschenzäit esou munnech negativ Iwwerraschung gewinnt.

 

Claude Oswald

 

 

 

Et gouf Téitschen

 

Wéi mer um Internet liese kënnen, sollt den 23. September 2017 eng Porte ouverte bei Luxtram sinn. Wéi den Tram aus dem Schapp gefuer ass, ass hien allerdings an e Podest gerannt, sou dass de Spaass séier eriwwer war. Ob et Blesséierter gouf, ass net bekannt.

 

 

Op der Foto bei RTL gesäit een däitlech, wéi kleesber den Tram gebaut ass. Et géif ee mengen, déi ganz Karosserie wier nëmme Kartong.

 

Et muss engem deemno Angscht ginn, wann ee sech virstellt, wat an Zukunft nach alles passéiert, wann den Tram am richtege Verkéier Autoen oder Camionen ze pake kritt.

 

Claude

 

 

LEITARTIKEL
Auto-"Ban"

DIANE LECORSAIS

"Sind die Straßen erst mal überlastet, gestaltet sich eine Entlastung bekanntlich schwer."

Es war ein symbolisch bedeutungsvoller Moment, als vergangene Woche mit der feierlichen Freigabe des Boulevard Kockelscheuer ein erster, zentraler Bestandteil des neuen Mega viertels Ban de Gasperich eingeweiht wurde. Gleichzeitig war es allerdings auch ein ernüchternder Moment. Der Weg hin zu weniger autobasierten und vielmehr auf die öffentlichen Verkehrsmittel ausgerichteten Stadtteilen ist offenbar noch lang – und das Ziel von verkehrsberuhigten Vierteln in weiter Ferne.

Bis zu 41,5 Meter ist der neue Boulevard breit – mit sechs Fahrspuren, davon zwei für den Busverkehr bzw. ab 2020/2021 für die Tram. Dass der Straßenbahn hier späterhin eine zentrale Rolle zukommen wird, steht außer Frage; es ist genauso richtig wie wichtig. Trotzdem ist zu befürchten, dass das Auto die Nummer Eins bleiben wird.

Denn beim Boulevard Kockelscheuer handelt es sich lediglich um die erste – und zwar die kleinere – von zwei Hauptverkehrsadern im "Ban". Mit seinen 48,5 Metern Breite wird der senkrecht dazu verlaufende Boulevard Raiffeisen, der die Rue Raiffeisen ersetzen wird, noch um einiges größer. Auch hier werden Fahrspuren für den Busverkehr reserviert, die Tram wird diese Achse nicht befahren. Zudem sind sogenannte "Voies de desserte" vorgesehen, die die Verkehrsteilnehmer zu den Einfahrten der einzelnen (Büro)-Gebäude führen. Ähnlich wie bei der Avenue Kennedy in Kirchberg also. Doch will man diese Ähnlichkeit wirklich haben?

Schließlich ist genau das eines der Probleme des Kirchberg Viertels. Die gigantische Verkehrsachse teilt das Viertel in zwei, sie macht es vor allem auto-, dafür aber umso weniger fußgänger- und radfahrerfreundlich. Sicher, bei der Avenue Kennedy handelt es sich eigentlich um die Überreste der Autobahn. Und damals, als das Viertel auf dem Plateau entwickelt wurde, war es nun mal Usus, den Fokus auf den Individualverkehr zu legen. Heute darf es dies aber nicht mehr sein. Im Gegenteil. Schließlich möchte die Regierung erreichen, dass bis 2020 ein Viertel aller motorisierten Bewegungen auf den öffentlichen Verkehr entfällt. Immerhin wurden die Fußgänger und Radfahrer diesmal von vornherein eingeplant. Aber reicht das aus?

Angesichts der Ausmaße, die das Stauproblem inzwischen landesweit, aber besonders in und um die Hauptstadt angenommen hat, ist dies schwer vorstellbar. Klar, beim Ban de Gasperich handelt es sich momentan noch um eine Großbaustelle. Dass es da zu Engpässen kommt, war zu erwarten. Dennoch ist es besorgniserregend, wie sehr es schon heute in diesem Bereich staut. In den Sommerferien – und zu einem Zeitpunkt, an dem erst etwas mehr als zehn Prozent der rund 20 000 Beschäftigten, mit denen lang-fristig gerechnet wird, hier arbeiten. Von den Besuchern des Einkaufszentrums, das ab Frühjahr 2019 Kunden aus der gesamten Großregion anziehen soll, mal abgesehen. Genau wie von den (immerhin) ein paar Tausend Bewohnern, die das Viertel ab Ende des Jahres beziehen werden. Sind die Straßen erst mal überlastet, gestaltet sich eine Entlastung bekanntlich schwer.

Das neue Viertel am "Ban" wird sich in den kommenden Jahren, wie ein gigantisches Puzzle, Stück für Stück zusammenfügen. Und so wird auch das ganze Ausmaß dieses doch beachtlichen Vorhabens nach und nach sichtbar. Was bereits heute feststeht: Man hat groß gesehen beim Ban de Gasperich. Vielleicht zu groß.

diane.lecorsais@wort.lu

Luxemburger Wort vom Donnerstag, 7. September 2017, Seite 3

 

 

 

D'USILL - den Daachverband vun den Interesseveräiner aus der Stad Lëtzebuerg - huet an de vergaangene 25 Joer vill "Unsinn" erzielt. Si ware bekanntlech géint den Tram, a si schéinen deen och haut nach net ze verdauen.

Et stung dëser Deeg am "Journal" :

Die Forderungen der USILL im Vorfeld der anstehenden Gemeindewahlen

In ihrer neulich abgehaltenen Generalversammlung hat die "Union des Syndicats d'Intérêts Locaux de la Ville de Luxembourg" (USILL), in der die Interessenvereine der meisten Stadtviertel zusammengeschlossen sind, eine Resolution verabschiedet. Was den neuen Bebauungsplan (PAG) der Stadt Luxemburg betrifft, so moniert die USILL, dass ein wichtiger Bereich, nämlich die Mobilität und der innerstädtische Verkehr, nicht berücksichtigt wurde.

Demnach verlangt die USILL-Generalversammlung in ihrer Resolution die Beibehaltung aller Bahnverbindungen in die Hauptstadt, auch die, die von einer sogenannten Nebenlinie - sprich: Düdelingen, Rümelingen, Audun und Diekirch -, auf eine Hauptlinie stoßen, indem direkte Zugverbindungen von und nach Luxemburg eingesetzt werden. Die politischen Verantwortlichen der Stadt Luxemburg werden aufgefordert, Machbarkeitsstudien über "innovative Transportmittel" wie "Monorail" oder "Tram aérien" durchzuführen.

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Ech weess net, wat déi Leit mat deem "Monorail" bezwecken. Ass do iergendee Constructeur deen hinnen eng Prime versprëcht, wa se sech bei de Politiker duerchsetzen ? Wat erwaarde se sech konkret vun engem "Monorail" ? A wou soll dee fueren ?

Oder hunn déi Leit Erënnerungen un d'1960er Joeren, wéi d'Iddi vun engem "Monorail" modern war ?

Komescherweis huet déi soi-disant aalmoudesch Eisebunn d'1960er Joeren iwwerlieft, awer de "Monorail" huet sech weltwäit ni esou richteg duerchgesat. Vläicht huet dat domat ze dinn, dass d'Leit naiv an onrealistesch Erwaardungen an de "Monorail" haten.

 

Claude

 

 

 

 

(www.wort.lu)

 

Lëschteg ass et ze gesinn, wéi verkrampft d'Politiker op deenen onkamoute Plaze sëtzen an net esou richteg wëssen, wou se hir Been stelle sollen. Mä si hu jo nëmme fir d'Foto poséiert a musste sech den Tram net mat 200 oder 300 Leit deelen. An deem Fall wier et nämlech richteg enk ginn.

 

Wahrscheinlech ass et esou, dass déi implizéiert Politiker a Verwaltungscheffen zimmlech iwwerflächlech sinn, an dass et hinnen egal ass, wéi d'Leit spéiderhin transportéiert ginn. Wahrscheinlech ginn se dovun aus, dass et ville Leit net direkt opfällt, dass den Tram vu Luxtram net dat Gielt vum Ee ass.

 

Respektiv wäerte se d'Leit forcéiere mam Tram ze fueren, an de Gebrauch vum Privatauto systematesch aschränken. Sou kënne se da behaapten, den Tram wier e grousse Succès.


Fir mech ass a bleift den Tram vu Luxtram eng grouss Enttäuschung. Ech soen dat éierlech a riichteraus, och wann eenzel Kollegen aus der Tram asbl respektiv aus der AÖT mech am Reen stoeloossen, oder wa se mer an de Réck falen.

 

Claude

 

 

 

Die Tram auf dem Vormarsch
Erste Gleise auf der Roten Brücke

 



Im Dezember könnte die Straßenbahn bereits bis zum Großen Theater fahren.
Foto: Lex Kleren

Veröffentlicht am Dienstag, 25. Juli 2017 um 17:45

(rr) - Vor zwei Wochen hat die Tram ihre erste Testfahrt über das Kirchberg-Plateau hingelegt. Am 10. Dezember wird sie ihre regulären Fahrten von der 
Luxexpo bis zum „Pont Grande-Duchesse Charlotte“ aufnehmen, eventuell sogar bis zum „Grand Théâtre“.

Die wichtigste Voraussetzung hierzu – die Verlegung der Schienen auf der Roten Brücke – begann am Dienstag. Am Glacisfeld, wo die Gleise bereits liegen, wird die Straßenbahn in einer zweiten Phase, im Frühjahr 2018, verkehren.

 

www.wort.lu

 

 

 

12 juillet 2017

 

La caste politicienne fête la sortie du premier tram, mais tout ne baigne pas dans l'huile. Il semble que les collaborateurs de Luxtram -  simples salariés à la merci de leur direction - soient les victimes d'une politique néolibérale qui voit les conditions de travail et les salaires à la baisse. Le syndicat des cheminots commence à se poser des questions.

 

 

 

 

 

Luxemburger Wort, 7. Juli 2017

 

Kommentar : Nach meinen Erfahrungen wird Luxtram die Tramfreunde zum Narren halten und die Testfahrt um ein paar Stunden vorverlegen. Bürgerbeteiligung ist nämlich bei Luxtram nicht gefragt.

 

Ansonsten wird man sich wohl oder übel an das Tram-Monster gewöhnen müssen.

 

Claude Oswald

 

 

 

 

Arbeiten an der neuen Straßenbahn

Tram-Gleise erreichen Limpertsberg

Am 10. Dezember wird der erste Streckenabschnitt in Betrieb genommen

 

 

 

 

(DL) - Langsam aber sicher hält die Trambahn Einzug ins Stadtbild. Die Gleisverlegung schreitet voran, wie unser Bild vom Rande des Glacisfeldes zeigt: Inzwischen haben die Schienen den Stadtteil Limpertsberg erreicht.


In diesem Bereich wird die Straßenbahn jedoch erst nächstes Jahr verkehren. In einer ersten Phase, ab kommendem 10. Dezember, fährt sie zunächst nur von der Luxexpo bis zur Roten Brücke, möglicherweise auch schon bis zum Großen Theater. In einem nächsten Schritt geht es dann weiter bis zur „Stäreplaz“, wo ein wichtiger Knotenpunkt entlang der Tramtrasse entsteht.


Vier Tramfahrzeuge wurden schon geliefert

 

Derzeit werden aber nicht nur Gleise verlegt. So wurden bereits vier Tramfahrzeuge aus der Fabrik des Herstellers CAF im spanischen Saragossa geliefert, die Masten für die Oberleitung werden installiert und die Tramfahrer eingestellt.

 

Die Betreibergesellschaft Luxtram hat unterdessen ihren neuen Sitz auf dem Gelände des „Centre de remisage et de maintenance“ bezogen. Hier entsteht auch die zentrale Leitstelle für den Trambetrieb - der "Poste de commande centralisé".

 

Im Juli wird erstmals eine Tram das Depot verlassen – für eine Probefahrt über die Avenue Kennedy. Im November wird dann mit der sogenannten „Marche à blanc“-Phase begonnen – sprich mit Tests unter komplett realen Bedingungen.

 

www.wort.lu

 

1 Kommentar

 

Norbert Colling ·
Staatliche Hochschule für Musik Köln
Traurig, aber leider wahr!

 

 

 

Ein steinernes Kleid für den Bahnhof Pfaffenthal-Kirchberg

 

 

Luxemburg. Seit Monaten bietet sich Passanten in der Rue Saint-Mathieu in Pfaffenthal ein spektakulärer Anblick. Hier entsteht bekanntlich der neue Bahnhof Pfaffenthal-Kirchberg, wo Zugpassagiere auf die Standseilbahn umsteigen können, die sie binnen 63 Sekunden auf das Kirchberg-Plateau befördert. Das Bahnhofsgebäude ist inzwischen deutlich zu erkennen. Dieser Tage wurde ein Teil der Betonstruktur mit Steinen verkleidet, damit sich das Bauwerk auch gut in seine Umgebung einfügt. Das rund 40 Meter hohe Gebäude umfasst drei Ebenen: Unten gelangen Fußgänger und Radfahrer in den Bahnhof, im mittleren Bereich halten die Züge an und ganz oben, auf der dritten Etage, fährt der „Funiculaire“ ab. Los geht es am Sonntag, dem 10. Dezember – ab diesem Tag können Zugpassagiere am neuen Bahnhof ein- und aussteigen, mit dem „Funiculaire“ nach Kirchberg fahren und auf der Roten Brücke in die Trambahn steigen. DL

 

 

 

(FOTO: PAUL PUTZEYS)


Luxemburger Wort vom Dienstag, 6. Juni 2017, Seite 17

 

 

 

 

Brückenschlag am „Contournement“
Über das neue Bauwerk wird die Tram die Autobahn A6 überqueren

 


VON DIANE LECORSAIS


Entlang des „Contournement“ zieht nicht mehr nur der künftig höchste Wasserturm des Landes die Blicke auf sich. In unmittelbarer Nähe davon entsteht auch eine weitere Brücke über die A6 – über die späterhin die Trambahn fahren wird.
 
Autofahrern, die in den letzten Tagen und Wochen auf der Autobahn A6, zwischen dem Cessinger und dem Gaspericher Kreuz, unterwegs waren, dürfte neben dem markanten neuen Wasserturm noch eine weitere Veränderung aufgefallen sein. Und zwar springen einem dort seit Kurzem vier große Betonpfeiler ins Auge – die Vorzeichen einer neuen Brücke über den „Contournement“.


Wie die „Ponts et chaussées“ auf Nachfrage hin bestätigen, handelt es sich dabei um das Bauwerk, das als Verlängerung des Boulevard Kockelscheuer, eine der beiden Hauptachsen durch das neue Viertel am Ban de Gasperich, dienen wird. Die Brücke wird denn auch die Zufahrt zum neuen Fußball- und Rugbystadion garantieren. Neben Fahrbahnen für Autos und Co. sowie einer Radpiste wird es darauf auch eine Tramspur geben. Die Straßenbahn wird das Viertel Ban de Gasperich von der „Gare Howald“ aus über die neue Rue Albert Einstein erreichen, von dort aus auf den 41 Meter breiten Boulevard Kockelscheuer, der bereits teilweise fertiggestellt wurde, abbiegen und anschließend weiter über die neue Brücke zu ihrer vorläufigen Endhaltestelle beim Stadion fahren.

 

Voraussichtlich ab März 2019 befahrbar

 

In diesem Bereich werden auch ein großer „Park&Ride“ sowie ein Busbahnhof geschaffen. Die Trambahn soll spätestens im Jahr 2021 bis hierher fahren. Das Fußballstadion soll indes bereits Anfang 2019 fertiggestellt sein. Die Arbeiten am Wasserturm, der mit seinen 68,5 Metern das höchste Exemplar des Landes wird, sind unterdessen bereits weit fortgeschritten – die Inbetriebnahme ist für den kommenden Herbst geplant.

 

Die Arbeiten an der neuen Brücke sollen ihrerseits im Laufe des nächsten Jahres abgeschlossen werden. Befahrbar ist sie dann allerdings noch nicht: Dies wird erst nach Fertigstellung des kompletten Streckenabschnitts – laut Straßenbauverwaltung im März 2019 – möglich sein.


Luxemburger Wort vom Freitag, 26. Mai 2017

 

 

 

 

Am 1. Mai 2017 veröffentlicht eine Luxemburger Tageszeitung folgenden Artikel auf ihrer Internet-Seite :

 

Straßenbahn über den Rhein

72 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges verkehrt wieder eine Straßenbahn über den Rhein und verbindet die Städte Straßburg (Frankreich) und Kehl (Deutschland).

 

Das Wochenende des 1. Mai ist ein Fest in Straßburg und in Kehl. Es fährt wieder eine Straßenbahn. Das Projekt hat 96,6 Millionen Euro verschlungen. Straßburg hat davon 70,4 Millionen getragen, Kehl 26,2 Millionen. Die Europäische Union hat den tragenden Pfeiler der Brücke mit 3,2 Millionen finanziert.

 

Eine Straßenbahn hatte Kehl und Straßburg bereits seit 1896 verbunden, als Straßburg nach dem Krieg von 1871 in das Deutsche Kaiserreich eingemeindet worden war. 1945 wurde die Linie unterbrochen. Seitdem war nach und nach der Verkehr mit Bussen und mit Zügen wieder aufgenommen worden. Die bestehende Brücke war allerdings durch den zunehmenden Autoverkehr dauernd verstopft und Busse fuhren abends nicht mehr. Die Züge zwischen Straßburg, Kehl und Offenburg hatten ihre besten Zeiten längst hinter sich.

 

Notwendigkeit offener Grenzen

 

Straßburg hatte im Vorfeld der Einweihung der ersten neuen Straßenbahn nach dem Zweiten Weltkrieg massiv Werbung in Deutschland gemacht. "Ich hoffe, dass jetzt auch Deutsche zu uns nach Straßburg kommen", sagte Straßburgs Bürgermeister Roland Ries bei der Einweihung. Bisher ist es umgekehrt. In Straßburg liegt die Arbeitslosigkeit bei über zehn Prozent, in Kehl bei 3,6 Prozent. Täglich pendeln 20.000 Straßburger nach Deutschland zur Arbeit. Während im französischen Präsidentschaftswahlkampf die Populisten um Marine Le Pen die Wiederherstellung nationaler Grenzen propagieren, sprach Roland Ries von der Notwendigkeit offener Grenzen. "Die Deutschen funktionieren nicht wie wir. Sie haben nicht die dieselbe Lebensweise und arbeiten anders. Wir müssen diese Unterschiede überwinden", sagte Ries. Notfalls hilft auch eine Straßenbahn dabei.

 

 

 

Der "Funiculaire" ist da

Skigebiet-Feeling in Kirchberg

Die Standseilbahn ist aufgegleist - und hat bereits erste Testfahrten zurückgelegt

 

 

 

(DL) - Vorletzte Woche sind die Kabinen aus der Schweiz eingetroffen - nun hat die CFL den neuen "Funiculaire" offiziell vorgestellt. Die vier Kabinen der Standseilbahn wurden bereits aufgegleist, die ersten Testfahrten absolviert.

 

Der Innenbereich der 11,8 Meter langen und 3,5 Meter breiten Kabinen wirkt äußerst geräumig. Jede Kabine bietet Platz für bis zu 168 Fahrgäste. Während der 63 Sekunden langen Fahrt bleiben die Fahrgäste in der Regel stehen. Es stehen jedoch auch jeweils 16 Klappsitze zur Verfügung. Durch die großen Fensterfronten werden die Passagiere eine tolle Aussicht genießen können. Auch das Dach ist komplett verglast.

 

Einen speziellen Fahrschein benötigt man nicht - die M-Kaart gilt auch für das Fahren mit dem "Funiculaire". Infrastrukturminister François Bausch gab aber zu verstehen, dass keine speziellen Fahrscheinautomaten installiert werden und im "Funiculaire" selber auch keine Kontrollen durchgeführt werden - sodass jeder willkommen ist, das neue Transportmittel zu erkunden - auch ohne Fahrschein.

 

 

 

 

Der "Funiculaire" wird bekanntlich am Sonntag, dem 10. Dezember, zum Inkfrafttreten des Winterfahrplans der CFL und gleichzeitig mit der "Gare Howald" und dem ersten Streckenabschnitt der Tram den Betrieb aufnehmen.

 

www.wort.lu

 

 

 

 

Aus dem Parlament

Vierte Tram-Erweiterung geplant

 

 

(mig) - Beim Großprojekt „Tram“ läuft alles wie am Schnürchen, finanziell und planerisch. Das teilte Infrastrukturminister François Bausch am Donnerstag der Chamber im Rahmen einer von der grünen Fraktion angefragten Aktualitätsstunde mit.


Erstes Teilstück bis zum Glacis

 

Wie bereits bekannt wird der erste Streckenabschnitt Luxexpo-Rote Brücke samt Standseilbahn und Bahnhof Pfaffenthal am 10. Dezember 2017 in Betrieb genommen. Bausch zeigte sich sogar zuversichtlich, dass bis dahin auch das Teilstück bis zum Glacis in Betrieb genommen werden könnte.

Bis zum Frühjahr 2018 soll der Ausbau bis zur „Stäreplaz“ fertig sein. Ab Herbst 2019 geht es von hier weiter bis zur „Place de Paris“ (Hauptbahnhof). Am Hauptbahnhof selbst ist kein Terminus geplant.

 

Die nächste Phase sieht den Ausbau bis zur „Gare Howald“ vor. Den entsprechenden Gesetzentwurf will François Bausch im kommenden Juli hinterlegen. Betroffen sind der Ausbau der Strecke Hauptbahnhof-Cloche d'or sowie Luxexpo-Findel. Letzterer wird zu 100 Prozent vom Staat finanziert, genau so wie die Arbeiten, die die Gemeinde Hesperingen betreffen.

 

Vier Tram-Erweiterungen

 

Andere große Infrastrukturprojekte, z. B. der Ausbau des Hauptbahnhofs auf sechs Gleise, wurden Bausch zufolge um fünf Jahre vorgezogen. Sie seien im Zusammenhang mit dem Projekt „Tram“ von zentraler Bedeutung. Eine Reihe von „notwendigen Fortsetzungsprojekten“ will Bausch spätestens Anfang 2018 vorstellen.

Bausch hat vier Tram-Erweiterungen in die Plans sectoriels einschreiben lassen: der Ausbau nach Leudelingen, nach Hollerich und nach Mamer. Neu ist eine zweite

Kirchberger Strecke über den „Boulevard Konrad Adenauer“ Richtung Luxexpo.

 

Kompensierungsmaßnahmen

 

Wegen des Großprojekts Tram müssen insgesamt 9,2 Hektar Wald kompensiert werden. Die Hälfte sei bereits vor Beginn der Arbeiten kompensiert worden, "so wie es das Gesetz vorschrieb", sagte Bausch. Die restlichen Kompensierungsmaßnahmen betreffen die geplanten Tram-Erweiterungen. Ort und Ausmaß der Kompensierungsmaßnahmen werden von Umweltministerin Carole Dieschbourg festgelegt.

 

(www.wort.lu)

 

Kommentar :  Alles schön und gut, wären da nicht die missratenen Tramfahrzeuge. Aber da schalten Bausch und Von der Marck auf Stur und lassen nicht mit sich reden. So wird die Freude am Tramfahren leider schnell getrübt.

 

 

 

 

Standseilbahn Pfaffenthal-Kirchberg

Der "Funiculaire" ist da

 

Am 10. Dezember legt das neue Verkehrsmittel seine erste Fahrt zwischen Pfaffenthal und Kirchberg zurück

Veröffentlicht am Dienstag, 21. März 2017 um 16:44

 

DL) - Nach der Tram im Februar ist am Dienstag das nächste neue Verkehrsmittel im Großherzogtum eingetroffen: Die erste Kabine der Standseilbahn, die Pfaffenthal mit Kirchberg verbindet, wurde aus der Schweiz geliefert. Noch ist sie aber sorgfältig eingepackt, wie unsere Bilder zeigen.

 

 

 

 

Hergestellt wurden die Kabinen von der schweizerischen Firma Garaventa, die auf Standseilbahnen spezialisiert ist. In den nächsten Tagen werden auch die nächsten drei Kabinen per Sondertransport nach Luxemburg gebracht. 

 

Eingesetzt werden nämlich zwei voneinander unabhängige Bahnen mit jeweils zwei Kabinen, die im Gegengewicht zueinander stehen. Unterwegs geht es für sie unter einer Art Tunnel hindurch. Dieser wurde bereits fertiggestellt. In dieser Unterführung kreuzen sich die jeweils zwei zusammengehörenden Kabinen, weshalb sich hier die beiden Ausweichstellen befinden.

 

Am Sonntag, dem 10. Dezember - dem Tag, an dem der Winterfahrplan der CFL in Kraft tritt, wird der "Funiculaire" seine erste Fahrt zurücklegen. In 63 Sekunden geht es vom neuen Bahnhof Pfaffenthal aus nach Kirchberg. Die Strecke beträgt 200 Meter, der Höhenunterschied liegt bei 40 Metern. 

 

Oben angekommen können die Passagiere auf die Tram umsteigen, die in einer ersten Phase nur über das Kirchberg-Plateau, später aber auch via die „Stäreplaz“ Richtung Stadtzentrum und weiter fährt.

 

(www.wort.lu)

 

 

 

Namen der Tram-Haltestellen

Einfach, aber sinnvoll

 

 

(che) - Am Montag hat Luxtram die Namen der ersten elf Tram-Haltestellen in Kirchberg und Limpertsberg preisgegeben.


Die Fahrgäste sollen die Stationen leicht finden, so Luxtram laut Pressemitteilung. Und so seien die Namen der Stationen an Gebäude, Straßen und öffentliche Plätze angelehnt, die in direktem Bezug zu den künftigen Umsteigezentren stehen werden.

 

Den Namensgebern war es indes wichtig, die Kultur und Geschichte des Großherzogtums einzubeziehen sowie die Luxemburger Sprache zu berücksichtigen.

 

Die Namen der Stationen in  Kirchberg sind:

  • Pafendall - Rout Bréck
  • Philharmonie - Mudam
  • Europaparlament / Parlement européen
  • Coque
  • Universitéit
  • Nationalbibliothéik / Bibliothèque nationale
    Alphonse Weicker
    Luxexpo

 

Die Namen der Haltestellen auf der "Place de l´Etoile" und in Limpertsberg lauten:

  • Stäreplaz / Etoile
    Faïencerie
  • Theater

 

Ende 2017 soll der erste Streckenabschnitt zwischen der Luxexpo und der Roten Brücke in Betrieb genommen werden.

 

(www.wort.lu)

 

Kommentar : Ganz logisch ist die Namensgebung nicht. Wenn man schon den "Stäreplaz" mit "Etoile" übersetzt, dann sollte man im Interesse der vielen französisch sprechenden Menschen die auf Kirchberg arbeiten, die Haltestelle "Pafendall - Rout Bréck" mit "Pfaffenthal - Pont Rouge" übersetzen.

 

Claude Oswald

 

Hier entsteht der neue „Diffbus“

Luxemburgs erster reiner Elektrobus im normalen Linienverkehr wird zurzeit in Polen gebaut

 

VON LUC EWEN

In Differdingen künden Plakate es bereits an. Bald wird der „Diffbus“ elektrisch. Auch eine neue Linie ist angekündigt. Anlass, einen Blick dahin zu werfen, wo die neuen Busse herkommen, nach Wroclaw.

Läuft alles nach Plan, so rollen spätestens ab Juni, vielleicht schon Mitte Mai, die neuen, geräuschlosen „Diffbusse“ durch die Straßen von Differdingen. Wie geräuschlos, das hatte der Hersteller Volvogroup jüngst in einem Experiment bewiesen, als er eine Bushaltestelle samt Ladestation für den „Volvo 7 900 Electric“ im Lesesaal einer Bibliothek einrichten ließ. Haltestellen in Gebäuden? Ohne Emissionen und Geräusche ist dies kein Problem. „Hätten wir früher gewusst, dass wir diesen Weg gehen, hätten wir dafür gesorgt, dass eine Haltestelle im neuen Einkaufszentrum ,OpKorn‘ eingerichtet wird“, so Bürgermeister Roberto Traversini.

Die Suche nach der Elektro-Lösung

Die definitive Entscheidung, die drei „Diffbusse“ durch vier neue zu ersetzen, fiel erst vor rund sechs Monaten. Aber schon vor Jahren habe man versucht, eine Lösung bei Scania zu finden, erinnern sich Traversini und Sales-Lentz-Autocars-Generaldirektor Wolfgang Schroeder. Gemeinsam habe man einen Prototypen gesichtet, doch Scania stellte das Projekt wieder ein. Zeit verstrich. Dann wurde Schroeder auf den geplanten „Volvo 7 900 Electric“ aufmerksam und informierte Traversini. Nach einer Ausschreibung stand fest, der Deal ist perfekt.

Es wurde beschlossen, vier E-Busse anzuschaffen, um die bisher drei Dieselbusse zu ersetzen. So kann auch eine vierte Linie eingeführt werden. Zwei Haupthaltestellen samt Ladestation wird es künftig geben, eine in Niederkorn und eine beim Parc Gerlache.

Die Kostenfrage

Eine Nachricht dürfte die 105 000 Fahrgäste pro Jahr besonders freuen. Die Nutzung des „Diffbus“ bleibt für sie gratis. Auf die Frage, was denn ein Elektrobus kostet, schweigt Generaldirektor Schroeder mit einem jovialen, aber vielsagenden Grinsen. Ebenso die Volvo-Vertreter. Also, gleiche Frage noch mal an die Adresse des Bürgermeisters: Der weicht aus.

„Derzeit kostet der ,Diffbus‘ die Stadt rund 800 000 Euro im Jahr für drei Linien. Künftig – bei vier Linien im Elektrobetrieb – werden wir etwa 1,2 Millionen Euro zahlen.“ Schroeder fügt schnell hinzu: „An sich kaufen wir (Sales-Lentz – Anmerkung der Redaktion) die Busse und bieten der Stadt ein Paket mit einer Gesamtlösung an“.

Die beiden Endhaltestellen werden mit Pylon-Ladestationen versehen. Diese erinnern ein bisschen an Hochleitungsmasten bei Straßenbahnen, nur ohne Kabel. Hier wird zwischen den Fahrten bis zu sechs Minuten geladen. Vorteil, die Pylonen gehören der Stadt, können aber auch von anderen Betreibern elektrischer Nutzfahrzeuge genutzt werden.

Luxemburger Wort vom Samstag, 18. Februar 2017



Eine neue Erfahrung für alle Beteiligten

Auch für die Volvo-Fabrik in Wroclaw ist der elektrische „Diffbus“ eine Premiere

Wroclaw (P). Drei Fahnen wehen bei minus sieben Grad im eisigen Wind vor der Volvo-Fabrik im Außenbezirk der polnischen Stadt, die einst Breslau hieß. Die schwedische (als historische Volvo-Heimat), die polnische (als heutiger Standort der Volvogroup – die übrigens keinen Bezug mehr zum gleichnamigen Automobilhersteller hat) und die luxemburgische. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft?

Dass der Hersteller von Bussen, Konstruktions- und Lastfahrzeugen anfangs dieser Woche die luxemburgische Trikolore hat hissen lassen, ist mehr als nur eine höfliche Geste zum Besuch irgendeines Kunden. Denn es geht um einen vergleichsweise kleinen Auftrag. Vier Linienbusse hat die Firma Sales-Lentz im Auftrag der Stadt Differdingen bei den Polen bestellt. Der erste ist fast fertig. Ende März wird er ausgeliefert.

Doch hier geht es mehr um Innovation als um Quantität. „Diffbus Nummer eins“ ist der erste reine Elektrobus, der in Serie produziert, das in den 1990er-Jahren gegründete Werk verlassen wird. „Volvo glaubt an die Zukunft der Elektrobusse“, betont der Hybrid- Team-Leader der Volvogroup, Erland Morelissen. Dabei deutet die Tatsache, dass der Hybrid-Mann für den E-Bus zuständig ist an, dass Elektro noch keine vollwertige Sparte ist, die Technik also noch in Kinderschuhen steckt.

Hohe Erwartungen

Doch schnell soll sie daraus herauswachsen. Es gibt drei Produktionslinien bei „Volvo Busses“ in Wroclaw, der einzigen Busfabrik der Gruppe in Europa. Auf einer werden Reisebusse hergestellt und auf zweien Linienbusse. Eine für Diesel- und eine für Hybrid-Fahrzeuge. Auf der wird auch „Diffbus Nummer eins“ gebaut.

Die Erwartungen der angereisten Politiker aus Differdingen, Bürgermeister Roberto Traversini und Umweltschöffe Georges Liesch, sind hoch. Die Ladestationen des „Diffbus“ seien vielseitig nutzbar. Liesch hofft, bald auch elektrische Müllwagen hier laden zu können. Morelissen zeigt Skepsis. Bis Volvo soweit sei, würde es wohl noch drei bis vier Jahre dauern. Aber der erste Schritt ist gemacht. Und alle Beteiligten glauben fest daran, dass noch viele weitere auf dem Weg der Elektromobilität folgen werden. L.E.

Luxemburger Wort vom Samstag, 18. Februar 2017

 

 

Gratis ist billiger

VON LUC EWEN

„Wir wollen mit dem ,Diffbus (...) auch zeigen, dass ein gratis öffentlicher Transport möglich ist“, so Umweltschöffe Georges Liesch (Déi Gréng) beim Besuch der Busfabrik im Videointerview (zu sehen auf wort.lu). All die Gefahren und Bedenken, die oft zum gratis öffentlichen Transport genannt würden, könne man dank der zehnjährigen Erfahrung mit dem kostenlosen „Diffbus“ widerlegen. Gemeint sind vor allem Sicherheitsbedenken. „Ein gratis öffentlicher Transport in Luxemburg ist möglich“, so Liesch. In einem späteren Gespräch fügt er hinzu, dass die Stadt nachgerechnet hat, und ein Verkauf von Tickets samt Kontrolle verhältnismäßig mehr kosten würde als ihre Einnahmen rechtfertigen. Zwei Fragen drängen sich auf: „Ist der Verkauf von Tickets im nationalen öffentlichen Transport dann nur ein Selbstzweck?“ und „Warum ist die öffentliche Dienstleistung, Autobahnen und Straßen zu bauen und zu unterhalten für deren Nutzer kostenlos und geht ganz zu Lasten des Steuerzahlers – während die Nutzung des Bus- und Bahnnetzes nach dem Prinzip ,Wer nutzt, der zahlt‘ verrechnet wird?“ Es scheint, als ergebe sich die Antwort auf die zweite Frage aus der ersten. Verkauf und Kontrolle erhalten zwar einige Arbeitsplätze, aber mit Blick auf die Finanzen sind sie zumindest fragwürdig und mit Blick auf Umwelt und Verkehr kontraproduktiv. Weg damit!

Luxemburger Wort vom Samstag, 18. Februar 2017

 

 

 

 

 

(in : Luxemburger Wort, 11. Februar 2017)

 

 

Die Tram ist da
TRANSPORT
Im Mittwochabend war es soweit. Nach einer langen Reise kam die Tram in Luxemburg an.
 

Nach langem Warten ist sie endlich da. Die Tram kam am Mittwochabend in Luxemburg an. Unsere Fotografen Jean-Claude Ernst und Alain Rischard haben sie begleitet. Sehen Sie die Fotos in der Bildergalerie.

Die ersten Waggons kamen nicht über die Schiene, sondern per Spezialtransport über die Straße in Luxemburg an. Hergestellt wird die Tram beim international renommierten Rollmaterialhersteller "Construcciones y Auxiliar de Ferrocariles" (CAF) im spanischen Saragossa. Die hochmoderne Straßenbahn entstammt der Typenreihe "Urbos 3". Drei Tage dauerte die Reise, ehe in Wasserbillig die luxemburgische Grenze erreicht wurde.

Im Dezember dieses Jahres wird das erste Teilstück der neuen "Stater Tram" eingeweiht. Die Testfahrten mit dem neuen Material und die Ausbildung der Fahrer werden aber schon ab Frühjahr stattfinden. Der erste Streckenteil verläuft vom neuen Tramdepot auf Kirchberg bis zur Bergstation der neuen Standseilbahn an der Roten Brücke.

 

(www.tageblatt.lu)

 

Kommentar :  Den éischten Tram vu Luxtram ass ukomm !

Fir eenzel Leit ass deen Tram dat aacht Weltwonner. Anerer rëselen de Kapp, oder et ass hinnen egal. Mir ass et an der Tëschenzäit och egal. Ech ka mech jiddefalls net méi fir de Projet Luxtram begeeschteren.

Et waren awer bestëmmt Leit déi an der Nuecht op der Autobunn stungen, fir hir perséinlech Foto vum éischten Tram ze maachen. Logescherweis wäerte si sech gesot hunn, dass Spuenien a Südeuropa läit, an dass de Camion mam Tram deemno iwwer Diddeléng an d'Land komme misst.

 



Oh, wat goufen déi ugeschass. De Camion mam Tram ass extra en Ëmwee gefuer an ass iwwer Waasserbëlleg (am Osten) an d'Land komm. Méi hannerhälteg geet et nun awer net.

Mä wat soll ech soen ? Et ass net déi éischt Enttäuschung, déi mer bei Luxtram erliewen.

 

Claude Oswald

 

 

E Minettstram op Pneuen ?

 

Am „Luxemburger Wort“ vum 30. Januar hunn ech e groussen Artikel iwwert den Escher Tram entdeckt, oder besser gesot iwwert den echten an de falschen Tram. De falschen Tram gëtt och nach „Superbus“ oder „Minettstram op Pneuen“ genannt. Ech zitéieren aus dem Artikel: „,Wir brauchen eine Tram‘, hieß es jahrelang in Gesprächen mit vielen Lokalpolitikern im Süden des Landes. Einige sprachen von der ,Südtram‘, andere von einer ,neuen Minettstram‘ oder einer ,Tram léger‘. Als es vor einiger Zeit hieß, das Ministerium bevorzuge die Einführung eines ,Bus à haut niveau de service‘ (BHNS) – von der Presse schnell ,Superbus‘ getauft – blieben anfangs dennoch viele bei der Forderung nach einer Tram. Nun hat sich dieser ,Superbus‘ durchgesetzt. Doch, nicht zuletzt durch die Hartnäckigkeit so mancher Südpolitiker, wird auch er das Wort ,Tram‘ im Namen tragen; als ,Minettstram op Pneuen‘.“

 

Wee sinn déi hartnäckeg Südpolitiker déi esou eppes néideg hunn, e Gelenkbus „Superbus“ ze nennen, oder schlëmmer nach, „Minettstram op Pneuen“? Hunn déi e Mannerwäertegkeetskomplex, well déi Stater e richtegen Tram kréien, an de Minett kritt just e Bus? Oder wëlle se hire Wieler en X fir en U virmaachen, wa se suggeréieren, e „Superbus“ hätt déi selwecht Qualitéite wéi e richtegen Tram, oder de „Superbus“ wier quasi en Tram ouni Schinnen? Ech fannen déi zwee Begrëffer „Superbus“ a „Minettstram op Pneuen“ ganz einfach lächerlech. Et soll een dach d'Kand beim Numm nennen a soen, dat ass en normale Bus, dee plazeweis séng eege Strooss huet. Punkt.

Gelegentlech daucht och de franséische Begrëff „bus à haut niveau de service“ op; mä och dee Begrëff ass irreführend. D'Leit stelle sech wahrscheinlech spontan vir, dass se an deem Bus besonnesch frëndlech empfaange ginn (wat awer an der Realitéit net de Fall ass), oder dass se eng Zeitung an eng Taass Kaffi ugebuede kréien (wat awer net de Fall ass). Dass de Bus méi dack a regelmässeg fiert, mëcht aus him kee „Superbus“, well mat engem normale Bus kann ee gradesou gutt en dichten Taktverkéier fueren.

Ech hunn éischter den Androck, dass de „Superbus“ alias „Minettstram op Pneuen“ e faule Kompromëss ass, wou et drëm geet, Suen ze spueren. Et soll groussaarteg ausgesinn, awer et soll nëmmen d'Hallschent kaschten. Meeschtens kritt een awer am Liewen nëmmen déi Qualitéit ugebueden, fir déi een och bereet ass, ze bezuelen.

Claude Oswald

Luxemburger Wort vom Samstag, 4. Februar 2017, Seite 16

 

 

 

 

Innenausstattung der Tram
Die Krux mit der "X"-Stange
Sehbehinderte empfinden die Haltestange in der Tram als gefährlich


Veröffentlicht am Donnerstag, 2. Februar 2017 um 06:00

(DL) - Das erste Tramfahrzeug ist fertig. Die Innenausstattung ist extravagant – und für die Vereinigung „Chiens Guides d'Aveugles Luxembourg“ problematisch: Für Sehbehinderte sei sie nicht sicher. Luxtram erklärt hingegen, extra Änderungen vorgenommen zu haben.



Im Tram-Modell, das bis Anfang 2016 in Kirchberg ausgestellt war, war eine Haltestange in „Y“-Form vorgesehen. Eine Expertengruppe wies in der Folge auf die Gefahr für Sehbehinderte hin.
Foto: Anouk Antony

Blinde und sehbehinderte Menschen, die ihren Weg mit einem Stock ertasten, berühren die Haltestange in der Mitte der Tram im unteren Bereich – und können so nicht erkennen, dass der obere Teil der Stange breiter ist. Darauf macht die Vereinigung „Chiens Guides d'Aveugles Luxembourg“ aufmerksam, nachdem Bilder des ersten fertigen Tramfahrzeugs aus Saragossa veröffentlicht wurden.

Als bis Anfang 2016 eine Nachbildung der neuen Tram in Kirchberg ausgestellt war, war noch eine Haltestange in „Y“-Form vorgesehen. „Schon damals haben einige von uns sich den Kopf an dieser Stange gestoßen“, kritisiert Roland Welter, Präsident von „Chiens Guides d'Aveugles Luxembourg“. Eine von der Vereinigung Adapth ("Centre de compétence national pour l'accessibilité des bâtiments") eingesetzte Expertengruppe habe deshalb auf das Problem hingewiesen. „Chiens Guides d'Aveugles Luxembourg“ ist eines der Mitglieder besagter Expertengruppe.

Die Pläne wurden in der Folge abgeändert – die „Y“-Stange durch eine „X"-Stange ersetzt. Aber: „Das Grundproblem ist damit nicht gelöst“, so Welter – denn auch dieses Modell sei unten schmaler als oben. Gerade weil die Meinung einer Expertengruppe eingeholt wurde, kann die Vereinigung nicht verstehen, weshalb dies nicht geändert wurde.
Die Pläne wurden daraufhin abgeändert. Wie im ersten fertigen Tramfahrzeug zu erkennen ist, hat die Stange nun eine „X“-Form – womit die Gefahr aber nicht beseitigt sei, beklagen die Betroffenen.



Foto: Lex Kleren


Roland Welter zeigt Verständnis dafür, dass es bei bestehenden Transportmitteln manchmal schwierig ist, die notwendigen Anpassungen vorzunehmen. Doch handele es sich bei der Tram um eine neue Konstruktion. „Und dann so eine Falle?“, fragt er. „Unter uns spricht es sich herum, wenn etwas gefährlich ist – und dann wird es nicht genutzt“, befürchtet der Präsident von „Chiens d'Aveugles Luxembourg“. Denn eigentlich erachtet die Vereinigung die Tram als ein „großartiges, neues Projekt“.

 

(www.wort.lu)

 

Kommentar :  Ich habe persönlich die Erfahrung gemacht, dass Kritik am Designermodell von Luxtram nicht erwünscht ist. Die Direktion von Luxtram übt sich in Überheblichkeit und wird dabei von grünen Parteisoldaten unterstützt.

Das Beste wäre wohl, man würde ganz von vorne beginnen und statt eines kitschigen Designermodells eine Tram bauen, die den Bedürfnissen der Menschen angepasst ist.

 

 

 

 

Wichtige Knotenpunkte für die Tram

Neuer Busbahnhof Ende 2017 in Betrieb

Bauarbeiten für zwei „Pôles d'échange“ haben begonnen

 

 

(rr) - Ende dieses Jahres wird die Tram zwischen der Luxexpo und der Roten Brücke verkehren. Bis 2021 soll die ganze Strecke zwischen Findel und Cloche d'Or bedient werden. Eine wichtige Rolle spielen dabei die neun „Pôles d'échange“. Zwei von ihnen sind derzeit im Bau.


Seit Montag kann nicht mehr auf dem P&R-Parkplatz bei der Luxexpo in Kirchberg geparkt werden. Der Grund: Hier haben die Arbeiten für einen von neun „Pôles d'échange“ begonnen, auf denen bei der Verwirklichung der Tram ein besonderes Augenmerk liegt.  

 

Neue Busbahnhöfe und Auffangparkplätze


Entlang der 16 Kilometer langen Tramstrecke ist an diesen Umschlagpunkten das Umsteigen auf andere Transportmittel (Auto, Zug, Bus oder Fahrrad) möglich. Die „Pôles d'échange“ befinden sich in Höhe des „Héienhaff“ in Findel, bei der Luxexpo in Kirchberg, in Höhe der Roten Brücke, auf der „Stäreplaz“, am Hamilius, beim Hauptbahnhof, beim „Lycée Technique de Bonnevoie“, in Howald und beim neuen Fußballstadion in Cloche d'Or.

Bei den Nutzern punkten sollen die „Pôles d'échange“ u.a. mit Ladesäulen für Elektroautos, „Vel'oh“-Stationen, einer „mBox“ und einem kleinen Kiosk.

Der erste „Pôle d'échange“ befindet sich am „Héienhaff“ in der Nähe des Flughafens Findel. Hier werden ein „Park & Ride“ mit 4 000 Stellplätzen sowie ein Busbahnhof gebaut. Auch bei der Luxexpo in Kirchberg werden ein Auffangparkplatz (500 Stellplätze) und ein neuer Busbahnhof errichtet. Der nächste Knotenpunkt befindet sich bei der Roten Brücke. Hier wird die Standseilbahn aus Richtung des Bahnhofs Pfaffenthal-Kirchberg anhalten.

 

 

Die „Stäreplaz“ wird indes eine wichtige Rolle für die Busse aus dem Westen des Landes spielen. Auch die Arbeiten für diesen Knotenpunkt sind bereits angelaufen.


Die Passagiere sollen hier aus dem Bus aus- und auf die Tram umsteigen. Die Trambaustelle soll bis spätestens Frühjahr 2018 hier angekommen sein. Die Bushaltestellen und die Straßenbauarbeiten, die von der Straßenbauverwaltung verwirklicht werden, sollen provisorisch parallel fertig sein, so dass dieser Knotenpunkt funktionieren kann, sagte uns auf Nachfrage hin Dany Frank, Pressesprecherin im Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen.

 

 

Die Arbeiten an der "Stäreplaz" haben bereits begonnen.
Foto: Pierre Matgé

 

Struktur bei der Luxexpo bis Ende des Jahres in Betrieb

 

Bei der Luxexpo in Kirchberg wurde diese Woche die Baustelle installiert und mit den Erdarbeiten begonnen. Der neue Busbahnhof soll bis Ende dieses Jahres partiell in Betrieb gehen (Phase 1), d. h. die Umsteigestelle Bus/Tram wird dann auch mit fünf Quais funktionieren.

 

Ab Ende 2018 soll die „Busgare“ komplett in Betrieb sein mit zehn Bussteigen. Der P+R soll zu Beginn der Jahres 2020 gänzlich in Betrieb gehen.

 

(www.wort.lu)

 

 

 

Tram: 3,5 Hektar Wald müssen weichen

 

Luxemburg. Die Tram kommt noch in diesem Jahr. Die Strecke vom neuen „Tramsschapp“ in Kirchberg bis zum Flughafen wird über vier Kilometer führen. Vom Kreisverkehr Serra aus wird die Tram entlang des Zubringers der A1 fahren, um dann über eine Brücke über die Autobahn zu führen. Weiter geht es entlang des Autobahnkreuzes und der A1 bis zum „Héienhaff“. Hier führt die Trasse unter der N 1 hindurch zum „Park&Ride“-Parkplatz und dann zum Flughafen. Die Haltestelle soll sich in Höhe des Osteingangs zum Terminal befinden, erklärt Infrastrukturminister François Bausch (Déi Gréng) in seiner Antwort auf eine parlamentarische Frage von Marcel Oberweis (CSV). Zwischen Kirchberg und Findel soll die Tram mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 Kilometern in der Stunde fahren, sodass die Strecke in sieben Minuten zurückgelegt wird. Für den Ausbau der Tramstrecke müssen rund 3,5 Hektar Wald weichen. Hierfür soll es Kompensationsmaßnahmen geben. Wo genau die Bäume angepflanzt werden, ist noch offen. SH


Luxemburger Wort vom Mittwoch, 18. Januar 2017, Seite 22